Wer eine Immobilie verkaufen möchte, steht vor einer großen und wichtigen Aufgabe: der Preisfindung. Viele Eigentümer scheuen jedoch die Kosten eines Gutachtens durch einen Sachverständigen oder die Beauftragung eines Dienstleisters. Das ist vollkommen gerechtfertigt, denn es gibt eine kostengünstige und einfache Methode, den Wert eines Objektes zu bestimmen. Diese Methode heißt Vergleichswertverfahren und ermöglicht Besitzern, den Immobilienwert kostenlos zu ermitteln. Die großen Vorteile bei diesem Verfahren sind folgende:
- Die Ermittlung des Immobilienwertes ist ganz einfach
- Oftmals ist es kostenlos oder zumindest sehr günstig
- Durch das schnelle Verfahren hat man die Ergebnisse binnen weniger Minuten
Wie funktioniert das Vergleichswertverfahren?
Das Verfahren zur Ermittlung des Immobilienwertes basiert auf einer umfangreichen Datenbank mit Millionen von echten Verkaufsdaten, Angebotspreisen und Gutachten. Damit man als Eigentümer den Wert der eigenen Immobilie herausfinden kann, muss man einige grundlegende Angaben machen. Einige dieser Angaben sind beispielsweise:
- Art der Immobilie
- Lage
- Grundstück und Wohnfläche
- Baujahr
- Allgemeiner Zustand
- Ausstattung
Je genauer die Angaben sind, desto exakter ist der am Ende festgelegte Preis. Mithilfe dieser Fakten über das Verkaufsobjekt wird es anschließend mit anderen ähnlichen Immobilien verglichen und ein realistischer Marktwert berechnet. Diese Methode ist am Immobilienmarkt gängig und bildet das aktuelle Marktgeschehen zuverlässig ab. Als Verkäufer kann man das Vergleichswertverfahren bedenkenlos verwenden, viele Dienstleister oder Makler greifen selbst regelmäßig darauf zurück.
Um diese Methode nun für die eigene Immobilie zu nutzen, kann man auf verschiedene Online-Plattformen zurückgreifen, die sie kostenlos anbieten.
Vergleichswertverfahren oder Gutachten – Wann ist was besser?
Das Vergleichswertverfahren ist äußerst beliebt bei Privatpersonen, die ihre Immobilie selbst und ohne zusätzliche Gutachter und Makler verkaufen wollen. Dieser Wunsch entspringt oftmals daher, dass man sich Kosten sparen möchte, die für externe Dienstleistungen anfallen würden. Da die Methode zur Preisermittlung auf realen und aktuellen Marktdaten basiert, ist sie für die Entwicklung eines Angebots vollkommen ausreichend und muss nicht durch zusätzliche Gutachten ergänzt werden. So kann man eine erste Preisvorstellung entwickeln und das kostenlos und innerhalb weniger Minuten.
Es gibt einige Fälle, in denen man als Verkäufer doch besser auf einen Makler zurückgreifen sollte. Es ist umstritten, ob trotz Maklergebühren ein rentabler Verkauf möglich ist. Aber um eine Immobilie privat zu verkaufen, benötigt man Zeit, Geduld und die Motivation, sich einige Informationen selbst zu beschaffen. Wer das nicht hat, der ist mit einem Makler möglicherweise besser beraten.
Ein anderer Aspekt: Wenn es sich um extrem spezielle Immobilien handelt, wie denkmalgeschützte Gebäude oder Luxusimmobilien, kann es ratsam sein, auf einen externen Gutachter zurückzugreifen. Dieser schaut sich die einzelnen Faktoren dann im Detail an und wägt ab, wie sich der Preis zusammensetzen könnte.
Teilweise sind Verkaufssituationen auch äußerst kompliziert, zum Beispiel bei Scheidungen. Bei diesen gilt das Ehegüterrecht und Immobilienverkäufe können nur einvernehmlich mit beiden Parteien durchgeführt werden, was oftmals zu Schwierigkeiten führt. Auch in solchen Fällen kann es von Vorteil sein, mit einem Makler zusammenzuarbeiten, dieser kennt nämlich die aktuelle Rechtslage und kann dabei helfen, zu vermitteln.
Generell gilt aber als Eigentümer kann man seine Immobilie auch ganz ohne Experten schätzen lassen und zu einem guten Preis verkaufen. Vor allem Verfahren wie das Vergleichswertverfahren erleichtern den Verkäufern die Wertbestimmung immens und helfen dabei, das aktuelle Marktgeschehen richtig einzuordnen.